09. Juli 26
Die Energiewende gehört derzeit zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Wir müssen Treibhausgasemissionen senken, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Gleichzeitig müssen wir die Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung gewährleisten. Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir Lösungen, die heute funktionieren. Biomethan ist eine solche Lösung.
Wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung
Biomethan entsteht durch die Aufbereitung von Biogas. Das Biogas wird zunächst aus organischen Rest- und Abfallstoffen gewonnen. Anschließend werden CO2 und Begleitstoffe entfernt. Das Ergebnis ist Biomethan in Erdgasqualität. Als Ersatz für fossiles Erdgas trägt die klimaneutrale Alternative zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. Denn das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 wird nicht neu in die Atmosphäre eingebracht, sondern wurde zuvor aus ihr aufgenommen. So bleibt die Klimabilanz neutral.
Vorteile von Biomethan
Für die Energiewende hat Biomethan eine große Bedeutung. Es ist erneuerbar und speicherbar und zugleich sofort und einfach einsetzbar. Biomethan kann über die bestehende Erdgasinfrastruktur genutzt werden. Es sind daher auch keine neuen Investitionen in Infrastruktur notwendig. Außerdem erhöht Biomethan die Energiesicherheit, da es die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe verringert. Damit stärkt Biomethan die Autarkie und Resilienz der Energieversorgung. Daneben leistet seine Produktion einen konkreten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
Interessant ist Biomethan unter anderem für Stadtwerke und Industrieunternehmen. Denn es bietet die Möglichkeit, die Energieversorgung und Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Zudem hilft die Nutzung von Biomethan dabei, regulatorische und eigene Klimaziele zu erreichen.
Wo Biomethan seine Anwendung findet
Biomethan ist vielseitig einsetzbar. Neben der Industrie dient es im Verkehr als nachhaltiger Kraftstoff. In Kraftwerken kann aus Biomethan sowohl Strom als auch Wärme erzeugt werden. Zugleich eignet es sich für Gasheizungen.
Das ist gerade im Hinblick auf das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) relevant. Es soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen. Im Mittelpunkt steht, die in Gebäuden zulässigen Heizoptionen zukünftig technologieoffener zu regeln. Ab 2029 müssen nach dem Gesetzentwurf neu eingebaute Gas- und Ölheizungen zu mindestens zehn Prozent mit klimafreundlichen Brennstoffen betrieben werden. Dieser Mindestanteil soll danach in drei Schritten steigen – 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf eine Grüngas- und Grünölquote für Inverkehrbringer vor, die ab 2028 mit einem Prozent beginnt. Bei beiden Regelungen ist Biomethan die Lösung.
Warum sind Zertifizierung und Anrechenbarkeit wichtig?
Für die Anrechenbarkeit von Biomethan ist die Zertifizierung der jeweiligen Lieferkette entscheidend. Hier kommt SEFE ins Spiel. Unser Biomethan ist europaweit verfügbar. Das Biogas für seine Produktion stammt aus verschiedenen Ländern in ganz Europa. Unsere Lieferketten haben die International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) erhalten – in der für die Europäische Union (EU) relevanten Variante. Hinter dem Zertifikat, das nach einem unabhängigen Audit vergeben wird, steckt ein international anerkanntes System für nachhaltige und rückverfolgbare Lieferketten. Die Transparenz über unsere Lieferketten macht unser Biomethan anrechenbar, wie zum Beispiel im Rahmen gesetzlicher Vorgaben oder Quoten. Seine Nachhaltigkeit ist nachvollziehbar und regelkonform dokumentiert. Unser Biomethan erfüllt die EU-Vorgaben aus der zweiten und dritten Fassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED). Außerdem können unsere Kunden die Nachweise unserer Zertifizierung für das eigene Reporting und Audits nutzen.
Wichtig: Das GModG befindet sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren und ist daher noch nicht final beschlossen. Welche Kriterien das geplante Gesetz für sogenanntes nachhaltiges Biomethan festlegen wird und ob diese mit den hohen Anforderungen übereinstimmen werden, die SEFE erfüllt, bleibt abzuwarten. Es ist wahrscheinlich, dass die Anforderungen mit denen des heutigen GEG vergleichbar sein werden.
Mit SEFE die Energiewende angehen
Wir möchten als starker Partner den Energiebedarf unserer Kunden zuverlässig decken und ihnen gleichzeitig den Weg zu mehr Nachhaltigkeit ebnen. Deshalb investieren wir in grüne Energie wie Biomethan. Dieser erneuerbare Energieträger verbindet Planbarkeit und eine hohe Versorgungssicherheit mit der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Gemeinsam mit unseren Kunden gestalten wir aktiv die Zukunft der Energieversorgung.
FAQ:
Was ist Biomethan?
Biomethan ist ein erneuerbarer Energieträger. Es entsteht durch die Aufbereitung von Biogas, das aus organischen Rest- und Abfallstoffen gewonnen wird. Nach der Entfernung von CO2 und Begleitstoffen erreicht Biomethan Erdgasqualität und ist chemisch gleichzusetzen mit fossilem Erdgas.
Ist Biomethan klimaneutral?
Biomethan gilt als bilanziell klimaneutral. Das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 stammt aus biogenen Quellen und wurde zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen. Es wird also kein neues CO2 in sie eingebracht.
Wofür kann Biomethan genutzt werden?
Biomethan ist als Brenn- und Kraftstoff vielseitig einsetzbar – in der Industrie, im Verkehr, in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung und in Gasheizungen. Da es über die bestehende Erdgasinfrastruktur genutzt werden kann, sind keine neuen Investitionen in Infrastruktur notwendig.
Was bedeutet die ISCC-EU-Zertifizierung?
Die International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) in der für die Europäische Union (EU) relevanten Variante ist ein international anerkanntes System für nachhaltige und rückverfolgbare Lieferketten. Das Zertifikat wird nach einem unabhängigen Audit vergeben und bestätigt, dass erneuerbare Energieträger nachhaltig erzeugt werden, lückenlos rückverfolgbar sind und die EU-Vorgaben aus der zweiten und dritten Fassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED) erfüllen. Zertifiziertes Biomethan ist anrechenbar, wie zum Beispiel im Rahmen gesetzlicher Vorgaben oder Quoten.
Was regelt die RED bei Biomethan?
Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED) der Europäischen Union (EU) legt fest, unter welchen Bedingungen Biomethan als erneuerbar anerkannt und angerechnet werden kann. In der aktuell gültigen dritten Fassung (RED III) wurden die Anforderungen noch einmal verschärft.